Der Google-Deal

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Der Google-Deal

Ein Spiel ohne Verlierer

Geschrieben am 10.08.2014 von Thomas Zengel

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Google ist eine Suchmaschine, die von Millionen Menschen täglich genutzt wird. Es gehört für uns alle mittlerweile zum ganz normalen Alltag, nach Informationen „zu googeln". Dabei spielt es keine Rolle, ob wir wissen wollen, was heute Abend im Fernsehen läuft, wann Sonnenkönig Ludwig XIV gelebt hat oder wo wir die günstigsten Handtaschen der Stadt kaufen können.

Wie kann das eigentlich sein?

Was steckt hinter diesem großen Google-Spiel?

Wir googeln einfach alles!

Google hat dabei (fast) immer eine passende Antwort parat. Das ist einigermaßen erstaunlich, oder? Wie konnte Google innerhalb weniger Jahre eine solche Alltagsmacht für uns werden? Wieso vertrauen wir fast schon blind darauf, dass Google uns hilft. Die Antwort ist ganz einfach: Weil es funktioniert!

Google liefert hilfreiche Ergebnisse

Nur aus diesem simplen Grund nutzen wir es. Wir können uns einfach darauf verlassen, dass uns Google „gute" Suchergebnisse liefert. Die hohe Qualität der Suchergebnisse – bei Google „Relevanz" genannt – ist also ein wichtiger Baustein für das Geheimrezept, mit dem Google unser aller Herzen gewinnen konnte. Nur wirklich relevante Suchergebnisse machen uns User glücklich – und nur glückliche User kommen bei der nächsten Suche wieder zu Google zurück. Google macht uns also alle glücklich.

Google liefert sogar hilfreiche Werbung

Die einfache Philosophie der Relevanz gilt nicht nur für die organischen Suchergebnisse (das eigentliche und ursprüngliche Suchergebnis von Google), sondern auch für die bezahlten Werbeanzeigen, die Google AdWords. Diese werden immer genau dann angezeigt, wenn ein User nach einem bestimmten Suchbegriff (Keyword) sucht.

Auch hier gilt also dasselbe Grundprinzip: Eine für den Suchenden relevante (also wirklich hilfreiche) Anzeige steht in der Regel weiter oben, als eine weniger relevante Anzeige. Der User kann sich also selbst bei den Google-AdWords darauf verlassen, dass die für Ihn relevantesten Ergebnisse ganz oben stehen. Darin unterschied sich Google übrigens schon früh von allen anderen Mitbewerbern am Markt.

Die geniale Idee: Der Qualitätsfaktor

Die entscheidende Frage ist: woher weiß Google eigentlich, welche AdWords-Anzeigen für den Suchenden tatsächlich relevanter sind als andere? Hier kommt der wichtige Begriff des „Qualitätsfaktors" ins Spiel. Er wird anhand von drei wesentlichen Faktoren gebildet:

Zum einen wertet Google die Leistung der Werbeaktivität eines AdWords-Kunden aus. Eine sehr wichtige Kennzahl ist hier die CTR (Click-Through-Rate) – die Klickrate. Sie gibt in Prozent an, wie hoch der Anteil der angeklickten Anzeigen im Verhältnis zu den insgesamt angezeigten Anzeigen ist. Hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich sehr einfach. Wenn eine bestimmte Anzeige insgesamt 100 Mal irgendwelchen Google-Usern angezeigt wurde und diese Anzeige dabei 20 Mal angeklickt wurde, dann liegt die CTR dieser Anzeige bei 20%. Je höher die CTR, desto häufiger macht es Klick, desto „ansprechender" scheint die Anzeige ja wohl für die User zu sein, desto höher ist auch der Qualtätsfaktor. Eigentlich logisch, oder?
Zum anderen versucht Google, die Zufriedenheit des Users NACH dem Klick auf eine Anzeige zu bewerten. Dazu wertet Google u.a. die Inhalte der Landingpage aus, auf die der User nach einem Klick gelangt. Wenn eine AdWordsanzeige zum Beispiel „rote Rosen" verspricht, dann erwartet der User nach dem Klick eben auch rote Rosen und nicht Sonnenblumen oder Schnittblumen. Dies würde dann eben auch zu einem niedrigeren Qualitätsfaktor führen.
Darüber hinaus bewertet Google auch noch die technische Umsetzung der Landingpage, wie z.B. die Ladezeit oder die Mobilfähigkeit, also ob eine Seite auch auf einem Handy oder Tablet gut angezeigt werden kann.
Alles in Allem tut Google also recht viel, um uns (die „User") stets gut zu bedienen bei unserer Suche nach bestimmten Informationen. Google möchte tatsächlich, dass wir finden, wonach wir suchen. Wie genau der Qualitätsfaktor im Detail berechnet wird, ist natürlich ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis im Hause Google. Ein bisschen Rätselraten gehört bei Google immer mit dazu.

Der Google-Deal: so funktioniert das Spiel

Am Tisch sitzen also drei Mitspielern:

User, die nach bestimmten Informationen suchen
Unternehmen, die Anzeigen für bestimmte Dienstleistungen oder Produkte schalten
Google, die Suchmaschine (der Spielleiter, wenn man so will)

Nur wenn alle Beteiligten ihren eigenen Nutzen aus dem Google-Deal ziehen können, werden sie dauerhaft und immer wieder gerne „mitspielen". Und genau solche Bedingungen hat Google geschaffen. Alle Spieler fühlen sich einfach wohl, beim Big-Google-Deal:

Der User ist glücklich: er finden immer für sich relevante Suchergebnisse. Dabei ist selbst die Werbung für Ihn hilfreich und immer einen Klick wert.

Die Unternehmen sind glücklich: ihre Anzeigen werden immer dann angezeigt, wenn jemand nach ihren Produkten oder Dienstleistungen sucht. Google AdWords ist also für sie eine sehr gute und effektive Werbemöglichkeit mit wenig Streuverlusten.

Google ist glücklich: Die Einnahmen aus dem AdWords-Geschäft sind immens und würden jedes Unternehmen glücklich machen.
Am Ende sind also alle glücklich! Diese klassische win-win-win-Situation ist das eigentliche Erfolgsrezept von Google. Nur wenn es Google gelingt, dieses "Gleichgewicht" auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, wird das große Spiel weitergehen. Was die Zukunft bringt, ist natürlich reine Spekulation. Aber in der Vergangenheit hat Google relativ wenig Fehler gemacht auf seinem Weg zum Big-Global-Player.

Foto: © olly - Fotolia.de


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